Lebenskrisen

Jede Krise im Leben, egal welchen Lebensbereich sie auch betrifft, raubt unheimlich viel Energie und Kraft. Manchmal überkommt einen in der Zeit das Gefühl der Machtlosigkeit und das Gefühl, dass man aus dieser krisenhaften Situation niemals unbeschadet herauskommt. Manchmal zweifelt man sein gesamtes bisheriges Leben mit allen, bis hierher getroffenen, Entscheidungen an.

Relativ sicher geht man auch nicht ganz unverwundet aus diesen Lebenskrisen hervor, aber die Wunden können versorgt werden und so mit der Zeit auch heilen.

Jede Krise rüttelt uns einmal ordentlich auf und durch. Gerade durch dieses ‚Durchrütteln‘ gewinnt man vielleicht neue Klarheit, ein anderes Bewusstsein für die Dinge und gelangt auch durch eine, neu eingenommene Perspektive, zu anderen Ansichten. Hierdurch kann inneres Wachstum passieren und man geht demnach mit einem ‚Mehr‘ aus einer Krise hervor.

Auch wenn man das ‚innere Wachstum‘ auch meist erst nach der Krise wirklich bewusst wahrnimmt und spürt – so kann man mit einigem Abstand dann auch wahrnehmen, dass man durch die Krise an Stärke gewonnen, und nicht verloren hat. Man gewinnt hierdurch an Widerstandskraft und Beständigkeit im Leben. Manchmal zeigt einem solch eine Phase noch deutlicher, was man im Leben will und was eher nicht. Welche Mensch man aktuell ist und welcher Mensch man anstrebt zu sein.

Wir sind nicht schwach, wenn wir in einer Krise sind und uns hilflos und machtlos fühlen. Auch wenn wir das häufig so empfinden und auch glauben, dass andere uns als schwach wahrnehmen müssten. Wir alle wissen aber auch, dass wir oft Dinge glauben oder vermuten, die letzten Endes gar nicht der Wahrheit und Realität entsprechen. Und wir wissen auch, dass wir im Selbstgericht mit uns wesentlich härter sind, als wir es mit den Menschen um uns herum sind oder jemals wären.

Ein Weitergehen mit optimistischem und einem nach vorne gerichtetem Blick, so schwer die Umstände auch manchmal zu sein scheinen, erfordert unglaublich viel Stärke und Mut. Das können wir nur meist erst mit etwas zeitlichem Abstand anerkennen.

Wir alle haben sie aber in uns – diese Stärke – sie muss nur offengelegt und damit sichtbar gemacht werden. Dadurch, dass man alte und fest verankerte Glaubenssätze und auch Ängste beginnt loszulassen und lernt wieder Vertrauen zu fassen. Vertrauen zu fassen – sowohl in sich Selbst als auch in andere Menschen.

Wachstum erfordert Loslassen und Loslassen erfordert Vertrauen!

Eure Sophie von PsychInfos

Wie du Menschen in einer depressiven Phase unterstützen kannst

Manchmal handelt es sich bei den Betroffenen um die eigene Partnerin oder den Partner, andere Familienangehörige, Freunde, Arbeitskollegen .. es ist schön und wichtig als Angehöriger zu wissen, wie man die Menschen in einer depressiven Phase unterstützen kann.

Wie genau kannst du Menschen in einer depressiven Phase bestmöglich begleiten und unterstützen? Dies sind vorerst nur ein paar Ideen, die dem Betroffenen eventuell helfen könnten und ihm das Gefühl geben, auch an den dunkleren Tagen genauso wertvoll und wichtig zu sein!

  • Informiere dich über die Krankheit
  • Biete dem Betroffenen einen ’sicheren Ort‘, in welchem der Betroffene sich nicht verstellen muss
  • Biete an etwas gemeinsam zu machen – sei es ein Spaziergang, oder einen Film oder die Lieblingsserie anzuschauen oder, oder ..
  • Akzeptiere es, wenn derjenige etwas Raum für sich benötigt und alleine sein möchte und nimm es ihm/ihr nicht übel
  • Erinnere daran, dass du für sie oder ihn da bist, und dass ihr das gemeinsam durchsteht
  • Sag der Person, dass sie keine Belastung oder „Zumutung“ ist und dass dir die Person auch an den ‚dunkleren‘ Tagen genauso viel bedeutet, wie sonst auch
  • Biete physische Nähe an, wenn sie gewünscht ist (eine Umarmung, einen Kuss, eine Massage, etc.)
  • Erinnere Sie an ihre innere Stärke und daran, was Sie bereits alles geschafft haben
  • Vergiss dich selbst nicht und sorge auch gut für dich!!

Mein nächster Beitrag wird sich damit beschäftigen, was du konkret tun kannst, wenn ein Freund oder Angehöriger mit Suizidgedanken zu kämpfen hat und konkrete Suizidwünsche äußert und wie du dich da verhalten kannst!

Wenn du Fragen oder Anmerkungen zum jetzigen Beitrag dazu hast, kannst du gerne Kontakt zu mir aufnehmen oder hier unter dem Beitrag einen Kommentar hinterlassen.

Ich freue mich über den Austausch und wünsche einen guten Start morgen in die neue Woche und auch bald in den neuen Monat 🙂

Eure Sophie von PsychInfos