Grübeln und was man dagegen tun kann

Photo by Juan Pablo Serrano Arenas on Pexels.com

Man spricht vom Begriff des Grübelns, wenn man über bestimmte Dinge oder Situationen immerzu nachdenkt und sich die Gedanken nur noch darum kreisen, man aber auch zu keiner Lösung für ebensolche Situationen kommt. Grübeln kann sehr quälend sein, wenn es einen im Alltag immerzu begleitet. Der Fokus auf die Gegenwart nimmt ab, denn meistens grübelt man über Situationen, die entweder in der Vergangenheit geschehen sind oder eben die Zukunft betreffen. Zum Beispiel denkt man über vergangene Konflikte oder Beziehungen oder belastende Situationen nach, welche man immer wieder im Kopf Revue passieren lässt und sie analysiert und zerdenkt – ohne dass dies letzten Endes zielführend ist. Meist verlässt man die Grübelphase ebenso unsicher, wie man in sie hineingegangen ist. Oder aber es wird an die Zukunft gedacht, wie sich Situationen eventuell entwickeln, meist begleitet von Ängsten und negativen und quälenden Gedanken.

Da das Grübeln aber oft, ohne eine Lösung zu finden, immer wiederkehrt und mit der Zeit zu immer mehr Sorgen führen, die ungelöst im Kopf schlummern, belastet es den Körper und die Psyche mit der Zeit sehr. Denn irgendwann ist die Kapazität für Gedanken, Gefühle und Sorgen erreicht. Nun ist die Frage, wenn Grübeln auf Dauer schädlich für den Körper als auch die Psyche ist – wie kann man es stoppen?

Hier sind ein paar Tipps:

Gedanken und Gefühle aufschreiben: Durch das Schreiben kann eine Art ‚Reinigung‘ im Kopf passieren. Es werden Gedanken und Gefühle geordnet und niedergeschrieben und somit auch rein bildlich von Innen nach Außen getragen. Dies kann dazu führen, dass die Gedanken und Gefühle auch nicht mehr als Teil von einem Selbst wahrgenommen werden und kann zur Entlastung führen.

Aufräumen: Durch äußere Ordnung kehrt auch manchmal innere Ordnung ein und nicht nur das Außen wird aufgeräumt, sondern auch das innere Chaos bekommt wieder eine Ordnung.

Achtsamkeit & Meditation: z.B. ans Meer, an einen See oder in den Wald gehen und sich nur auf die Sinneseindrücke und den Moment konzentrieren. Auch Meditation kann hilfreich sein, wenn man es etwas geübt hat.

Bewegung & Sport: Am Besten nicht zu Hause, um den Ort zu wechseln, um nach dem Heimkommen vielleicht mit etwas räumlichem Abstand eine neue Perspektive auf eine Situation bekommen zu haben. Ausdauersportarten, wie z.B. joggen kannst du auch gut mit Achtsamkeit verbinden, um nicht wieder ins Grübeln zu kommen. Auch beispielsweise beim Wandern in der Natur ist da sehr gut umzusetzen. Auch Yoga kann hilfreich sein und hat zusätzlich eine entspannende Wirkung.

Von der Emotion in die Kognition: Rätsel oder Sudoku lösen, etwas auswendig lernen oder ein Musikinstrument spielen und neue Stücke üben kann dich von der reinen Emotion und den Grübelkreisläufen auf eine sachliche und kognitive Ebene bringen.

Ich hoffe, dass einige dieser Tipps für dich hilfreich sind und vielleicht hast du auch schon eigene Erfahrungen gemacht, die du gerne teilen möchtest. Ich freue mich von dir zu lesen.

Eure Sophie von PsychInfos 🖤

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