Du bist genug! You are enough!

Die Angst, nicht ‚genug‘ und ausreichend zu sein, kann unterschiedliche und auch mehrere Bereiche gleichzeitig betreffen. Man kann sich beispielsweise in seiner Kompetenz nicht gut genug fühlen, oder mit seinem Körper oder gar seiner ganzen Identität. Auch in Beziehungen kann man das Gefühl haben, nicht ‚genug‘ für andere Menschen zu sein.

Ursprung dieses schmerzhaften Gefühls ’nicht zu genügen‘, ist meist eine traumatische Erfahrung bzw. ein prägendes Verlusterlebnis in der Vergangenheit. Meist hat dies schon während der Kindheit stattgefunden. Manch einer sammelt jedoch auch ohne ‚traumatische‘ Erlebnisse im Laufe seines Lebens zahlreiche andere Erfahrungen, die einem genau dieses Gefühl vermitteln können – dass man nicht ‚ausreichend‘ sei. Egal ob es den Beruf betrifft oder aber Beziehungen zu Menschen. Hier sei aber zumindest ganz kurz anzumerken, dass der Aspekt des „Traumas“ auch sehr subjektiv zu bewerten ist und auch sehr von der Resilienz (psychische Widerstandsfähigkeit) der einzelnen Person abhängt. Das Thema Trauma und auch das Thema Resilienz verdienen allerdings einen eigenen und ausführlicheren Beitrag. Kehren wir zurück zum ‚Nicht gut genug‘ – Dilemma.

Nicht schön genug, nicht reich genug, nicht freundlich genug, nicht höflich genug, nicht schlau genug, nicht erfolgreich genug, nicht dankbar genug, nicht glücklich genug, nicht dünn genug, nicht dick genug, nicht groß genug, nicht jung genug, nicht entspannt genug, …

Wo man auch hinblickt, lebt unsere Gesellschaft immerzu im Mangel – nicht nur im Außen, dass wir nicht genug besitzen und uns doch immer noch irgendetwas zu unserem ‚Glück‘ fehlt – sondern fatalerweise auch im Inneren – dass man gern anders und irgendwie gern ‚besser‘ wäre – was das auch für einen Menschen dann im Einzelfall bedeuten mag.

Im Mangel zu leben bedeutet, nicht wahrnehmen zu können, was man bereits alles erreicht hat und auch besitzt, mit was für Reichtümern (nicht materieller, sondern vor allem charakterlicher Natur) man bereits in seinem Leben beschenkt wurde. Was für Situationen man bereits erfolgreich und souverän bewältigt hat und was man für wertvolle Menschen in seinem Leben hat, die einen wohl absolut genauso lieben und schätzen, wie man ist (ob man das nun glaubt oder nicht – das ändert aber ja nichts an der Tatsache, dass es diese Menschen gibt).

Richten wir doch etwas mehr den Fokus auf die ‚Fülle‘ in unserem Leben, statt uns immer wieder den angeblichen Mangel vor Augen zu führen. Seien wir dankbar für die Fülle – sowohl im Außen als auch im Inneren. Fühlt in euch hinein und spürt, dass ihr sehr wohl ‚genug‘ seid, dass ihr liebenswert, schön und einzigartig seid und schenkt den Stimmen in euch, die etwas anderes sagen, nicht zuviel Gehör.

Schreibt mir gerne, wofür ihr in eurem Leben oder auch nur am heutigen Tag dankbar seit und transformiert so bereits ein kleines bisschen die bestehenden ‚Mangelgedanken‘ in euch. Auch dürft ihr mir sonstige Gedanken und Impulse schreiben.

Eure Sophie von PsychInfos

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